Quelle: Senocak, Zafer: Der Terror kommt aus dem Herzen des Islam, in:
Sueddeutsche Zeitung, 30.12.2007. Abruf: 30.12.2007.
http://www.welt.de/politik/article1500196/Der_Terror_kommt_aus_dem_Herzen_des_Islam.html
Der Terror kommt aus dem Herzen des Islam
Dem wahren Gesicht des Islam begegnet man nicht auf der deutschen
Islamkonferenz. Man begegnet ihm in Ländern wie Pakistan. Dieser Islam
richtet sich gegen alle, die nicht nach den Regeln des Koran leben - gegen
Demokraten, gegen Atheisten und vor allem gegen Frauen. Und die Welt schaut
wie paralysiert zu.
Koran und Gewalt: Gehört beides zusammen?
Foto: DPA
Koran und Gewalt: Gehört beides zusammen?
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Auch wenn die meisten Muslime es nicht wahrhaben wollen, der Terror kommt
aus dem Herzen des Islam, er kommt direkt aus dem Koran. Er richtet sich
gegen alle, die nicht nach den Regeln des Koran leben und handeln, also
gegen Demokraten, abendländisch inspirierte Denker und Wissenschaftler,
gegen Agnostiker und Atheisten. Und er richtet sich vor allem gegen Frauen.
Er ist Handwerk des männerbündischen Islam, der mit aller Macht
verhindern möchte, dass Frauen gleichberechtigt werden und ihre
Jahrhunderte lange Unterjochung ein Ende findet.
Dem wahren Gesicht des Islam begegnet man nicht auf der deutschen
Islamkonferenz. Man begegnet ihm in Ländern wie Pakistan. Dieser Islam hat
einen Weltkrieg angefangen. Doch die Welt tut so, als wüsste sie immer
noch nichts davon. Für viele Zeitgenossen schlagen weit hinten in der
Türkei, die Völker aufeinander ein. Es gibt in unserer vernetzten Welt
aber kein „weit hinten“ mehr. Sondern nur noch ein
„draußen vor der Tür“. Der Totalitarismus der Taliban und der
muslimischen Terrorzellen ist wahrscheinlich schlimmer als der Faschismus,
denn er ist nicht das Ergebnis eines Zivilisationsprozesses. Er entsteht in
einem Raum, in dem nichts mehr an zivilisatorischen Fortschritt erinnert.
Es wäre die Aufgabe jener Muslime, die in ihrer Religion mehr sehen als
einen Entwurf für Barbarei. Sie müssen gegen die Barbaren aus den eigenen
Reihen entschlossen und mit entschiedener Härte vorgehen. Doch sie tun es,
wenn überhaupt, dann nur halbherzig. Der Islam habe mit Terror nichts zu
tun, meint der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan. Andere
politische Machthaber überbieten sich nach jedem Terrorakt im Verfassen
von Beileidstelegrammen. Geradezu grotesk ist die Situation in
Saudi-Arabien. Das Königreich zittert vor den Terroristen, die es selber
in die Welt gesetzt hat.
UMFRAGE
Die Muslime auf der ganzen Welt stehen heute auf dem Prüfstand. Sie
bezahlen für die Versäumnisse vorangegangener Generationen. Der geistige
Verfall und die Unfähigkeit mit der Moderne zu kommunizieren haben zum
erbärmlichen Jetztzustand geführt. Die Stunde erfordert ein aufeinander
abgestimmtes Handeln aller vernünftigen Kräfte. Der Terror hat sich
global vernetzt. Die Gegenkräfte aber sind träge oder blockieren sich
gegenseitig. Der gesunde Menschenverstand in der islamischen Welt müsste
sich gegen den verblendeten Hass der Fanatiker auflehnen. Doch der Hass
greift immer mehr auf die Massen über. Schlimmer noch: mancher illegitime
Herrscher verbündet sich mit dem Hass, um seinen Thron zu sichern. Dabei
üben sich die meisten Muslime weiterhin nur in Rhetorik. Der
entscheidenden Frage, ob aus ihrer Religion eine Zivilisation erwachsen
kann, weichen sie aus.
Die freie Welt ist paralysiert
Dieses Verhalten hat sicherlich psychologische Ursachen. Man fühlt sich
dem Westen gegenüber unterlegen, gedemütigt und verraten. Doch die
politischen Konsequenzen dieser Psychose sind verheerend. Sie spielen jenen
Kräften in die Hände, die den Terror anfachen, um das Chaos in der
islamischen Welt zu vergrößern. Die Gewaltspirale spielt jenen Kräften
in die Hände, die den Terror anfachen und verhindert vor allem eines: die
Etablierung demokratischer, rechtstaatlicher Systeme. Armut und Korruption
dagegen finden optimale Bedingungen um zu Gedeihen. Ein Teufelskreis.
Dieser Teufelskreis müsste gebrochen werden, durch das Engagement der
freien Welt und durch militärisches Engagement, weil es anders nicht geht
Wer in Afghanistan die Taliban bekämpft, kann nicht so tun, als ginge ihn
Pakistan nichts an. Die Ermordung von Benazir Bhutto hatte sich
angekündigt. Der Fall des palästinensischen Gazastreifens in die Hände
der Hamasterroristen war ebenfalls vorhersehbar.
Schlagworte
Islam Muslime Religion Koran Terrorismus
Die freie Welt aber schaut wie paralysiert zu. Viel Häme gab und gibt es
in Europa, was die amerikanische Irak-Politik anbelangt. Wenn es um Kritik
geht, können die Europäer von niemandem übertroffen werden. An eigenen
Ideen und Politikkonzepten aber fehlt es. Europäische Politik gegenüber
dem muslimischen Terror erschöpft sich in der Demontage jeglichen
effektiven Handelns. Verhandeln wollen einige, mit Hamas, mit Taliban.
Atomreaktoren an Gaddafi, dem saudischen König wird der rote Teppich
ausgerollt. Schließlich geht es um Petrodollars. Der Westen merkt gar
nicht, wie sehr er sich selbst auflöst. Die Islamterroristen erringen
einen Sieg nach der anderen. Benazir Bhutto war nicht das letzte Opfer
einer verfehlten Appeasement -Politik gegenüber dem radikalen Islam.
Der Berliner Autor Zafer Senocak, 1961 in der Türkei geboren, lebt seit
1970 in Deutschland. Zuletzt erschien von ihm: „Das Land hinter den
Buchstaben. Deutschland und der Islam im Umbruch“, Babel-Verlag,
München 2006.
Dem wahren Gesicht des Islam begegnet man nicht auf der deutschen
Islamkonferenz. Man begegnet ihm in Ländern wie Pakistan. Dieser Islam
richtet sich gegen alle, die nicht nach den Regeln des Koran leben - gegen
Demokraten, gegen Atheisten und vor allem gegen Frauen. Und die Welt schaut
wie paralysiert zu.
yemenity





Reichlich unuebersichtlicher Artikel. Zu viele Themen sind angesprochen, als dass man sich auf eine Bewertung einigen koennte.
"Der Totalitarismus der Taliban und der
muslimischen Terrorzellen ist wahrscheinlich schlimmer als der Faschismus,
denn er ist nicht das Ergebnis eines Zivilisationsprozesses."
Das ist allerdings aussagekraeftig. Heisst es also, dass der Faschismus gut war, denn er ist das Ergebnis des Zivilisationsprozesses? Oder sollte man lieber eine solche Zivilisation anzweifeln, aus der dann so etwas wie Faschismus und Na-zismus kommt? ("")
"Die Muslime stehen heute auf dem Pruefstand", der Teil ist als einzger eigentlich als intelligent zu erachten. Dass ein Teil der Gemeinschaft der Muslime heute traege ist, und der andere Teil die eigentlichen Religionsgrundsaetze und -ideen auf den Haufen wirft und missbraucht, das ist nicht abzustreiten. Aber das ist nicht das wahre Gesicht des Islam. Es ist das Gesicht der Menschen, die diesen Islam repraesentieren oder repraesentieren wollen. Ich glaube noch fest daran, dass G"tt es mit dem Islam anders gemeint hatte.