Hier ein spannender artikel zu veränderungen im medien business. Wer von Euch schaut sich mobiles tv an?
Quelle:
http://mobil.sueddeutsche.de/inm/sz/1sxnrzclxsj6e
Aussicht auf ein Gesamtkunstwerk
Schon zur Fußball-EM soll ein bundesweites Angebot von 14 TV- und Hörfunk-Programmen für das Handy starten. Filme für den kleinen Bildschirm werden eigens entwickelt.Von Claudia Tieschky
Handy-TV: Je ein Handy-Kanal soll ARD und ZDF zustehen.
Foto: dpa
Die Lektüre, die einigen Medienaufsehern zum Jahreswechsel zuging, umfasst mehrere hundert Seiten und passt daher auf kein Handy-Display . Sie könnte aber darüber entscheiden, was dort geboten wird: Auf Geräten, die für den mobilen Fernsehempfang (mit Technik DVB-H) gerüstet sind, möchte der Plattformbetreiber Mobile 3.0 ins Spiel kommen. Ein bundesweites Angebot von voraussichtlich 14 bis 15 TV-Programmen plus Hörfunk soll möglichst noch zur Fußball-Europameisterschaft starten. Ob das geht, entscheiden die für Lizenzvergabe zuständigen Landesmedienanstalten (LMA); seit Wochenbeginn liegt einer Sondierungsgruppe der überarbeitete Vorschlag von Mobile 3.0 zur Programmbelegung vor, sowie (umsichtig geschwärzte) Vereinbarungen mit ARD, ZDF und den Sendergruppen Pro Sieben und RTL.
Mobile 3.0 ist ein Gemeinschaftsunternehmen des Kölner Plattformbetreibers MFD Mobiles Fernsehen Deutschland und der Neva Media GmbH. Hinter den Partnern stehen Gelder des südamerikanischen Medienkonzerns Naspers (MFD) sowie bei Neva die Häuser Hubert Burda Media und Georg von Holtzbrinck, auch Investorin Christiane zu Salm ist als Gesellschafterin an Bord.
Am kommenden Freitag will die Sondierungsgruppe der LMA-Chefs aus Baden-Württemberg, Berlin-Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen in Stuttgart mit Mobile 3.0 zusammenkommen und Einsicht in geheimste Klauseln nehmen. Bei einem Treffen am 15. Januar könnte bereits eine Empfehlung für Mobile 3.0 fallen. Die müssten die Landesmedienanstalten einzeln umsetzen. Das Verfahren gleicht einem föderalen Gesamtkunstwerk.
Regionalanbieter für jedes Sendegebiet
em Vernehmen nach könnten die öffentlich-rechtlichen ARD und ZDF je einen Handy-Kanal
erhalten, weniger als die Anstalten reklamiert hatten. Den Programmen von ARD/ZDF sowie der Sendergruppen RTL und Pro Sieben sollen insgesamt acht Kanäle offenstehen. Sieben weitere stünden für Spezialprogramme zur Verfügung, dazu soll auch in jedem Sendegebiet ein Regionalanbieter zählen. Ausdrücklich gewünscht sind von den Landesmedienanstalten Angebote, die speziell auf das neue mobile Medium zugeschnitten sind. Hier möchte zum Beispiel der Produzent Ufa zum Zug kommen. Die Bertelsmann-Tochter entwickelte bereits mehrere Pilotproduktionen für den kleinen Bildschirm.
Mitte Oktober hatte sich Mobile 3.0 gegen eine Gruppe von Telekommunikations-Konzernen durchgesetzt, die sich ebenfalls um eine DVB-H-Lizenz bewarben Damals stellten die Landesmedienanstalten den Zuschlag für Mobile 3.0 in Aussicht. Diese Chance schien auf dem Spiel zu stehen, als die Aufseher im Dezember Pläne des Konsortiums als nicht ausgereift zurückwiesen. Nun wurde eilig nachgebessert.
Quelle:
http://mobil.sueddeutsche.de/inm/sz/1sxnrzclxsj6e
Aussicht auf ein Gesamtkunstwerk
Schon zur Fußball-EM soll ein bundesweites Angebot von 14 TV- und Hörfunk-Programmen für das Handy starten. Filme für den kleinen Bildschirm werden eigens entwickelt.Von Claudia Tieschky
Handy-TV: Je ein Handy-Kanal soll ARD und ZDF zustehen.
Foto: dpa
Die Lektüre, die einigen Medienaufsehern zum Jahreswechsel zuging, umfasst mehrere hundert Seiten und passt daher auf kein Handy-Display . Sie könnte aber darüber entscheiden, was dort geboten wird: Auf Geräten, die für den mobilen Fernsehempfang (mit Technik DVB-H) gerüstet sind, möchte der Plattformbetreiber Mobile 3.0 ins Spiel kommen. Ein bundesweites Angebot von voraussichtlich 14 bis 15 TV-Programmen plus Hörfunk soll möglichst noch zur Fußball-Europameisterschaft starten. Ob das geht, entscheiden die für Lizenzvergabe zuständigen Landesmedienanstalten (LMA); seit Wochenbeginn liegt einer Sondierungsgruppe der überarbeitete Vorschlag von Mobile 3.0 zur Programmbelegung vor, sowie (umsichtig geschwärzte) Vereinbarungen mit ARD, ZDF und den Sendergruppen Pro Sieben und RTL.
Mobile 3.0 ist ein Gemeinschaftsunternehmen des Kölner Plattformbetreibers MFD Mobiles Fernsehen Deutschland und der Neva Media GmbH. Hinter den Partnern stehen Gelder des südamerikanischen Medienkonzerns Naspers (MFD) sowie bei Neva die Häuser Hubert Burda Media und Georg von Holtzbrinck, auch Investorin Christiane zu Salm ist als Gesellschafterin an Bord.
Am kommenden Freitag will die Sondierungsgruppe der LMA-Chefs aus Baden-Württemberg, Berlin-Brandenburg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen in Stuttgart mit Mobile 3.0 zusammenkommen und Einsicht in geheimste Klauseln nehmen. Bei einem Treffen am 15. Januar könnte bereits eine Empfehlung für Mobile 3.0 fallen. Die müssten die Landesmedienanstalten einzeln umsetzen. Das Verfahren gleicht einem föderalen Gesamtkunstwerk.
Regionalanbieter für jedes Sendegebiet
em Vernehmen nach könnten die öffentlich-rechtlichen ARD und ZDF je einen Handy-Kanal
erhalten, weniger als die Anstalten reklamiert hatten. Den Programmen von ARD/ZDF sowie der Sendergruppen RTL und Pro Sieben sollen insgesamt acht Kanäle offenstehen. Sieben weitere stünden für Spezialprogramme zur Verfügung, dazu soll auch in jedem Sendegebiet ein Regionalanbieter zählen. Ausdrücklich gewünscht sind von den Landesmedienanstalten Angebote, die speziell auf das neue mobile Medium zugeschnitten sind. Hier möchte zum Beispiel der Produzent Ufa zum Zug kommen. Die Bertelsmann-Tochter entwickelte bereits mehrere Pilotproduktionen für den kleinen Bildschirm.
Mitte Oktober hatte sich Mobile 3.0 gegen eine Gruppe von Telekommunikations-Konzernen durchgesetzt, die sich ebenfalls um eine DVB-H-Lizenz bewarben Damals stellten die Landesmedienanstalten den Zuschlag für Mobile 3.0 in Aussicht. Diese Chance schien auf dem Spiel zu stehen, als die Aufseher im Dezember Pläne des Konsortiums als nicht ausgereift zurückwiesen. Nun wurde eilig nachgebessert.




